Zukunftsorientierung strategischer Mediation

Die Strategische Mediation betont das organisationale, strategiefundierte Element der Organisation stärker als das persönliche Element der Beteiligten. Hintergrund ist, dass die Beteiligten in Organisationen als Rollenträger daherkommen, nicht als private Personen. Dabei weist das strategische Element verschiedene Deutungsräume auf. Zum einen geht es um die Strategie der Organisation, die der Existenzberechtigung der Organisation folgt: Wofür existiert diese Organisation, was ist ihr Daseinszweck und wie bringt sie diesen Daseinszweck in die Welt. Was sich bei Menschen verbietet zu fragen, ist für Organisationen dringlich. Zum anderen geht es um eine strategische Bearbeitung des Konflikts und damit um ein strategiebezogenes Konfliktverständnis in Organisationen.

Konfliktverständnis strategischer Mediation für Organisationen

Soweit Mediation in Organisationen zum Einsatz kommt, wandelt sich der Charakter von Mediation. Nicht mehr die Menschen stehen für sich im Konflikt, deren Umfeld die klassische Mediation ausblendet.  Vielmehr wird Mediation zu einem organisationalen Instrument der Konfliktbearbeitung: Der Auftraggeber ist die Organisation, wodurch deren Zwecke, Visionen und strategische Ausrichtungen eine Bedeutung erhalten. Auch tauchen die Menschen hier als Rollenträger in der Mediation auf, nicht als Privatpersonen. Dem folgt ein modifiziertes Konfliktverständnis, das sich an dieser Konstellation ausrichtet.

KK 11-Mst 16 - Konfliktverstaendnis strategischer Mediation für Organisationen

KK 11-Mst 17 - Zukunftsorientierung strategischer Mediation