Redefinitionen sind ein transaktionsanalytisches Kommunikationskonzept. Sie beschreiben Kommunikationsmuster, die Missverständnisse, Frustrationen und Irrwege beschreibbar und verständlich machen. Soweit sie unbewusst erfolgen, dienen sie der Stabilisierung des eigenen Bezugsrahmens bzw. der Bestätigung von Skripterfahrungen. Zuweilen werden jedoch in der Mediation bewusst Redefinitionen als Interventionen eingesetzt, sog. Reframing, Umdeuten etc.. Das Konzept der Redefinitionen geht auf die sog. Schiff-Schule bzw. Cathexis-Schule zurück.
Das bewusste Umdeuten einer Aussage ist eine direkte Einladung zu einem Perspektivwechsel. Alle Spielarten und Vorgehensweisen (Reframing, Reformulieren, Redefinieren, Drastifizieren, Entdramatisieren etc.) haben mehr oder weniger diese Intention zum Inhalt. Der Deutungsrahmen hinsichtlich der mitgeteilten Tatsachen bzw. Wahrnehmungen wird erweitert und als Möglichkeit dem Gesprächspartner angeboten.
KK 15-I 33 - Reframing, Reformulieren, Drastifizieren, Entdramatisieren
KK 56-Rd 01 - Redefinitionen
KK 61-Rs 10 - Beratungskompetenzen (10) - Umgang mit Redefinitionen