TA-Konzept: Game-Pentagon

Das Game-Pentagon (Spiele-Fünfeck) von Summerton ergänzt die Konfliktanalyse in Organisationen um Aspekte, die das Dramadreieck noch aussparte. Während das Dramadreieck verdeutlicht, aus welcher psychologischen Rolle und Grundhaltung heraus Personen in eskalierenden Situationen agieren (Verfolger – Retter – Opfer), zeigt das Game-Pentagon die sozialen Rollen auf, die in einem organisationalen Konfliktsystem besetzt werden. Damit ergänzt das Game-Pentagon die Konzeptualisierung von psychologischen Spielen insbesondere in Organisationen.

Wendet man die Kennzeichen eines Spiels auf das Modell des Spiele-Fünfecks an, dann sind diese auch hier zu finden. Personen, die am Konflikt beteiligt sind, starten von einer Position. Sie nehmen diese entlang ihrer Präferenz ein oder sie wird ihnen von dem Ensemble der Beteiligten zugewiesen. Sie agieren von dort aus und gestalten die Konfliktdynamik mit. Sie wechseln im Verlauf die Position und enden in einer anderen Position. Von dort aus bestätigen sie sich ihre Grundeinstellung darüber, „wie es hier wohl zugeht“.  Eine an das Dramadreieck angelehnte Perspektive brachte Summerton in die Transaktionsanalyse ein. Summerton konstruierte sein Modell aus Beobachtungen konflikthafter Situationen. Er schlug folgende Platzhalter für die Konfliktbetrachtung, -analyse und die -planung von Interventionen vor:

Beteiligte im Game Pentagon

  1. Der Sniper (Heckenschütze)
  2. Der Scapegoat (Sündenbock)
  3. Der Savior (Erlöser)
  4. Der Spectator (Zuschauer)
  5. Stage Manager (Inspizient, Dirigent)

KK 52-Dd 05 - Das Game-Pentagon